Aug 12
An und für sich können TFT-Schirme nicht flimmern. Zumindest nicht im eigentlichen Sinn. Mein LG Flatron L1919S hat dies aber getan? Zumindest immer dann, wenn mein Notebook kurzzeitig mehr CPU-Auslastung produziert hat. Des Rätsels Lösung: Das Netzteil des Notebooks war am selben Verteilerstecker wie der Bildschirm, und jedes mal wenn das Notebook mehr Leistung gebraucht hat, ist ein kurzer Flimmerer durchs Bild:
Also: Notebook und TFT-Schirm wenn Möglich nicht an die selbe Verteilerleiste hängen! So einfach kanns sein…
Jun 05
5. Es ist größer als Gott
4. Es ist böser als der Teufel
3. Arme Leute haben es
2. Reiche Leute können es nicht kriegen
1. Wenn man es isst, stirbt man
Was ist es? Lösungen bitte als Kommentar!
Mai 23
- Öha! = ‘Hoppala!’
- Kruzzitiakn! (Kuruzen und Türken) = ‘Verdammt!’
- Kruzzifix noamoi! = ‘Verdammt nochmal!’
- Himml Oasch und Zwirn! = ‘Verdammt nochmal!’
- Na Oida! (Na Alter!) = Ausdruck des Erstaunens, der Erbostheit bzw.
der Ungläubigkeit
- Jessasmarantjosef! = ‘Jesus, Maria und Josef!’ (erschrockener
Ausruf)
- I hau mi’ oh! = ‘Ich lach mich tot!’ (Ausdruck der Belustigung oder
der Verwunderung)
- Bist du deppat! = zu deutsch etwa ‘Bist du blöd’ (Ausdruck des
Erstaunens)
- Heast, Oida! = ‘Hörst du, Alter!’ (meist vor Satzbeginn als Anrede,
nicht sehr höflich)
- Heast, Deppata! = ‘Hörst du, Dummkopf!’ (in genervter Form, also
noch unhöflicher)
- Zah’ au(n)! = ‘Beeile dich gefälligst!’
- Lass’ mi aug’lahnt! (Lass mich angelehnt!) = ‘Lass mich in Ruhe!’
- Lass’ mi in Kraut! = ‘Lass mich in Ruhe!’
- Rutsch ma’n Buggl owe! = ‘Lass mich in Ruhe, deine Anliegen
interessieren mich nicht!’
- Mochts wos woits! = ‘Macht das was ihr wollt. Ich hab sowieso
nichts zu sagen!’
- Reiß di zam! = ‘Nimm dich zusammen!’
- Servus = ‘Hallo bzw. Tschüss’ (auch als Interjektion des
Erstaunens, Na Servus!)
‘Sei still! / Halt den Mund!’
- Kusch! bzw. Gusch!
- Sei staad!
- Hoit di Pappn!
- Hoit’s Mäu! (Halte das Maul!)
- Hoit den Schlapfen!
- Hoit de Goschn!
Aus der Arbeitswelt
- Postla = ‘Postbote’
- Taxla = ‘Taxifahrer’
- Kiwara (Kiberer),
Kiwarei, auch: die He = ‘Polizist(en), (Kriminal-)Polizei’
- Pompfüneberer = Bestatter, von frz. pompes funèbres
- Postn = ‘Anstellung, Posten’, meist im Verwaltungsbereich
(Anstellung als Beamter)
- Hockn = ‘Anstellung’, meist in Handwerksbetrieben; a Muadshockn
(eine Mordsarbeit) = ‘viel Arbeit’
- hocknstaad = ‘arbeitslos’
- Pfoff, Pfaffn = ‘Pfarrer (Einzahl)/ Pfarrer (Mehrzahl’
- Pfoa = ‘Gemeinde, Pfarre, Pfarrei’
- Funknschuasta (Funkenschuster) = ‘Elektriker’
- Pappnschlossa = ‘Zahnarzt’
- Pfostnwixa = Zimmermann
- Leimbeidl = Tischler
- Pfostn = Ungeschulte Hilfsarbeitskraft
- Greissla = Gemischtwarenhändler (Tante-Emma-Laden)
Aus dem “Milieu”
- Peitscherlbua (Peitschenbub), = ‘Zuhälter’
- Asfoitschwoibn (Asfaltschwalbe) = ‘Prostituierte’
- Proderhua (Praterhure) = ‘besonders billige Prostituierte’
- Giftler = ‘Drogensüchtiger’
- Jaukerl = ‘Spritze’
- Haschn = ‘Marihuana konsumieren’
- Haatzn = ‘Marihuana rauchen’
- Häfn = ‘Gefängnis’
- Schmoiz (Schmalz) = ‘Haftstrafe’
- Durt wochsn de
Feidln so
laung ausn Bodn. (Dort wachsen die Messer so lang aus dem Boden. [mit
entsprechender Gestikulierung]) = ‘eine unsichere Gegend’
Aus dem Alltag
- Bahöl / Bahöö = ‘Aufruhr, Wirbel’
- Glei’ spüt’s Granada! (Gleich spielt es Granada!) =
‘Ankündigung/Androhung eines Bahöls’ (Mit “Granada” ist wohl das bekannte,
temporeiche Lied des mexikanischen Komponisten
Agustin Lara gemeint.)
- Ramassuri oder Remassuri = ‘Durcheinander’ (z.B.:
Ramassuri? Ramazamma! [Ramazamma = 'räumen wir zusammen'])
- Gschnas = ‘Faschingsfeier’, ‘Maskenfest’
- Eiskostn (Eiskasten) = ‘Kühlschrank’
- Semmerl, Weckerl = ‘kleines Brötchen’
- Guakal = ‘Essiggurken’
- Leberkas = ‘Fleischkäse’
- Eierschwammerl = ‘Pfifferling’
- Sackerl = ‘Tüte, Kunststofftragtasche’
- Kiddl = ‘Rock (das Bekleidungsstück), Arbeitsmantel, Kittel’
- Tschäsn, Gschäsn = ‘Auto’
- Schissl = ‘Auto (Auto, sc. Schüssel, fahrbarer Untersatz)’
- Kraksn = ‘nicht mehr gut funktionierendes elektrisches Gerät,
vorzugsweise Auto’
- an Potschn hom = ‘einen platten Reifen haben’, auch: ‘blöd sein’
- hinich auf de Schleich = ‘gehbehindert, wörtl.: kaputte
Reifen/Schläuche haben’
- Potschnkino = ‘Pantoffelkino’ (Fernseher zu Hause)
- Potschn = ‘Schlapfen, Pantoffel’
- Gschroppn = ‘Kinder’ (scherz-/boshaft)
- Gretzn (Krätze) = neben ‘Hautausschlag’ vor allem ‘ungezogenes,
auch vorlautes Kind’, im übertragenen Sinne auch für ein altes, geiferndes
Weib oder eine Person die als solches dargestellt werden soll
- Tschopperl = verniedlichend für ‘hilfsbedürftige Person’, auch:
‘kleines Kind’
- Spezi = ‘Freund, Kumpel’, auch ‘Cola mit Fanta gemischt’
- Spazi = liebevoll für ‘Freund(in)’
- de zwa hom a pantscherl = ‘die zwei haben ein verhältnis’
- Weh = ‘Verlierer’ (Na wos sois, er is hoid a Weh.)
- Lulu (m.) = ‘Weichling’
- Tachinierer = ‘Minderleister’
- Bsoffener = ’stark Betrunkener’
- Bsuff = ‘Alkoholiker’, im Bsuff = ‘im Rausch’
- Hamur = ‘Humor’
- Lamua’hatscha = ‘langsame Schnulze’, von frz. ‘l’amour’
- Menasch = von zu Hause mitgenommene Speisen, meist für die
Mittagspause gedacht, von frz. menage ‘Haushalt’
- do föhts (da fäults) = ‘da stinkt es’
- Leiberl = ‘T-Shirt’
- Laberl = ‘Laibchen’
- Peckerl = ‘Tattoo’
- Woama = ‘Homosexueller’
- Obi gspritzt = ‘Apfelsaft mit Mineralwasser verdünnt’
- Prolotoaster = ‘Solarium’
- Wastl = ‘unschöner, übergewichtiger Hund’
- Blada = ‘übergewichtiger Mensch (wtl.: geblähter)’
- Hatscher = ‘weiter, mühevoller Weg’
- Gscheada = ‘ländlicher Mensch’
- Tschusch = ‘Ausländer, insbes. aus dem Balkan [abwertend]‘
- Fotz’nhobel = ‘Mundharmonika’
- Viech = ‘Tier, Wanze’
- Tschick, Spee, Spau = ‘Zigarette (Spau von
Span)’
- Schnorrst ma a(n) Tschick? = ‘Bekomme ich eine Zigarette von dir?’
- Loss an Tschick umewoxn! = ‘Reich mir eine Zigarette herüber (lass
… herüberwachsen)’
Aus dem scherzhaften Diskurs
- Aanserpanier (Einserpanier) = ‘Sonntagsbekleidung’
- Wuchtldrucker oder Gschichtldrucker = ‘Lügner’ (Druckst
ma jetzt a Wuchtel?)
- Schittst mi jetzt (mi’n Tee) au? = ‘Lügst du mich jetzt an?’
- a Eitrige mid an Bugl und a Sechzehna Blech / a Eitrige mid an
Bugl und ana Sechzehna Hüsn = ‘Käsekrainer
mit einem Brotscherzerl und einem
Ottakringer Dosenbier (Blech, Hüsn)’ – Ottakring ist der 16. Wiener
Gemeindebezirk
- Dosnsemml oder Blechsemml oder Blechwekal = ‘Dosenbier’
- Schmähtandler = ‘Scherzkeks’
- Marmeladinger oder Piefke = ‘(Nord-)Deutscher’
- Gfüder (Gefüllter) = ‘Korpulenter’
- Gstopfter = ‘Mann mit viel Geld’
- Maxi (auch Maxerl) = ‘kleines Männlein’, oft ‘Spielstein’
- Proda = eigentlich ‘Prater‘
(große Grünfläche mit Vergnügungspark am Rande Wiens), auch Ausdruck für
‘protzige Armband- oder Taschenuhr’
- Pflostahirschn = scherzhaft für ‘Pferd’, auch für ‘die soziale
Oberschicht’ bzw. ‘Bewohner der inneren Bezirke Wiens’
- Moch a Säun, hau di in de Pania und fliag o! = ‘Steh auf, zieh
deine Klamotten an und geh weg!’
- Schinakel = ‘kleines Boot’, deshalb auch witzig ‘riesengroßer
Schuh’
Eigenschaften und Befindlichkeiten
- leiwand = ’super, cool, gut’ (z. B. des Festl woa leiwand =
‘das Fest war super’)
- (na) frank = ‘ehrlich’, bestätigende und zusätzlich Nachdruck
verleihende Phrase
- deppert / augschitt (angeschüttet) = ‘dumm’
- schaasaugad = ‘teilweise sehbehindert’
- patschert = ‘tollpatschig’
- Grant = negative Befindlichkeit, Gefühl des Ärgers/Zorns
- schmähstad = so verblüfft, dass man keinen
Schmäh als Antwort findet
- gsacklt / gschoint (in Schale) = ‘gut angezogen’
- blad (gebläht) / gfüht (gefüllt) = ‘fett, dick’
- dulli = ‘vortrefflich, sehr schön’
‘(völlig) betrunken sein’
- an Offn hom (einen Affen haben)
- bummzua (vollkommen zu)
- b’soffen wia r a Heisltschick (angesoffen wie ein Zigarettenstummel
im Urinal)
- bladlwach (weich/biegsam wie ein Blatt)
- blunznfett (fett wie eine Blutwurst)
- im Öö sei (im Öl sein)
- an Fetzn hom (einen Fetzen haben)
- hockndicht (vollkommen besoffen)
- fett wia a radiara (ziemlich betrunken)
- a (Damen-)spitzal haum (leicht betrunken sein)
Tätigkeiten
- motschkern = ‘meckern’
- sudern = ‘jammern’
- ratschn, trotschn = ‘reden, schnattern, tratschen’
- hatschn = ‘gehen, schlendern’
- stampern = ‘wegjagen’
- rean, wana, blazn = ‘weinen’
- hutschn = ’schaukeln’ (Kinder wiegen)
- auzahn = ’sich beeilen’
- owezahn = ‘faul sein’
- owehaun = ‘betrügen (in der Partnerschaft)’
- tachinieren = bei der Arbeit so wenig arbeiten wie möglich,
faulenzen
- vasetzn = ‘versteigern, ins Pfandleihhaus bringen’, auch: ‘jemanden
versetzen’
- aufmascherln = ‘aufdonnern’
- daunehaun = ‘wegwerfen’
- an Friedhofsjodla mochn = ‘husten’
- bäule gehn = ‘abhauen, verschwinden’
- oohaun (abhauen) = ‘lachen’
- kräuhn (kriechen) = ‘gehen’
- zuwekräuhn = ‘hergehen’, auch: jmd. zuwekräuhn = ’sich an
jmd. ranschmeißen/anbaggern’
- a scheene Leich mochn = ‘ein schönes Begräbnis ausrichten’
- an Boizn drahn (einen Bolzen drehen) = ‘einen Fehler machen’
- fladern = ’stehlen’
- budan (pudern), schnacksln, fegln (vögeln), pimpan
= ‘Geschlechtsverkehr durchführen’
- sich fetzn = ’sich prügeln’
- sich obhaun (abhauen) = ‘hemmungslos lachen’
’sterben’
Aufgrund der sehr langen “morbiden” Geschichte Wiens, und einer Einstellung
wie “der Tod gehört zum Leben” gibt es sehr viele – z.T. makabere und fast
humorvolle – Namen für das Sterben/den Tod
- ‘n Holzpyjama auziagn = den Holzpyjama anziehen
- ohgrotzn (abkratzen)
- ohbangln
- a Bangl reissn
- ohküühn (abkühlen)
- mim oder auch mid´n 71er foahn (die
Straßenbahnlinie 71 fährt zum
Wiener Zentralfriedhof) – beide Varianten sind möglich, wobei letztere
eher gebräuchlich ist.
- in Leffl ohgebn (den Löffel abgeben)
- si d’ Schleifn gebn
- de Potschn streckn
- maukas gehn
- aushuastn (aushusten)
- si di Eadöpfen von unt auschaun (sich die Kartoffel von unten
anschauen)
- an Abgaung mochn (einen Abgang machen)
- schaun, ob da Deckl passt
- si söwa die zwa Meta tiafa bringa (Selbstmord begehen)
- hamdrahn – umbringen (von “heimdrehen” – sich ins Bett legen und
sich nach Hause – also zum Tod – drehen)
- Gscherter = ‘einer vom Land’, was für einen Wiener alle
Österreicher außer sie selbst sind (jedoch in der Provinz das Gegenteil
bedeutend, damit werden die Wiener gemeint) (wörtlich:
‘Gescherter/Geschorener’, also ‘Kurzhaariger’ – Leibeigene durften das Haar
nur kurz geschoren tragen)
- Fetznschädl = ‘Idiot (Lumpenkopf)’
- Fetzenbankert = Puppe aus Lumpen, aber auch ‘liederliche Person’
- Bankert = ‘uneheliches Kind’
- Baungad (Bankert)
= ’schlimmes Kind’ (“De Baungad mochn heit wida an Krawöö ois wia!” = ‘Die
Kinder sind heute wieder laut’)
- Fallot = ‘Gauner, Betrüger’
- Bü(l)cher (von Pilger) = ‘Gauner’
- Owezahrer = ‘Nichtstuer, Schlechtmacher, Spielverderber’
- Sandler = ‘Obdachloser, fauler Mensch’
- Trutschn = ‘hochmütige Frau’
- Schaßtromml = ‘unsympathische Person’ (meist auf eine Frau bezogen)
- Oaschgeign = ‘unsympathische Person’ (meist auf einen Mann bezogen)
- Ungustl = ‘widerlicher Typ’
- Dillo = ‘unintelligenter Mensch’
- Koffa (auch Vollkoffa usw.) = ‘Idiot’
- Dodel = ‘Idiot’
- Gurkn = ‘Idiot’
- Ei = ‘Idiot’
- Deppata = ‘Idiot’ (wie ‘Koffa’, usw., aber mit schmipfhafterem
Charakter)
- Hiafla = ‘ungeschickter und/oder dummer Mensch (von: Huftier,
Ochs)’
- Trampel = ‘unbegabtes Weib’ (also wie ‘Trottel’, aber weiblich)
- Fut = ‘Vagina, eig. Vulva’ (höchst vulgär)
- Grantscheam = ’schlecht gelaunte Person’
- Dünngsöchter = ‘dumme Person (zu kurz geselcht)’
- Blitzgneisser = ‘jemand, der schnell versteht’ (immer ironisch
gemeint!)
- Nudlaug = ‘Person mit schwächerem Augenlicht’, auch ‘Idiot’
(besonders derb, da aus der Sexualmetaphorik)
- Frotz = ‘ungezogenes Kind’, oft auch ‘Tussi, promiskes Fräulein’
- Gfries / Wisasch (visage) = ‘Gesicht’
(bösartig)
- Einedrahra = Angeber, Wichtigtuer – eine = ‘hinein’,
Drahra = ‘Dreher’, also jemanden um den Finger wickeln
- Beidl = ‘Schimpfwort für einen Mann’ (Von ‘Beutel’ – meint die
äußeren männlichen Geschlechtsorgane. Das d wird sehr schwach betont.)
Tschusch = ‘Gastarbeiter’ (insbesondere Osteuropa und Balkan)
- Kimmltiak (Kümmeltürke)
= ‘aus der Türkei stammende Person’
- Kanak (Kanake
(Schimpfwort)|Kanake) = ‘Ausländer’ (bevorzugt für Menschen aus der
Türkei)
- Kinesara = ‘Chinese’
- Itaka = ‘Italiener’
- Polack = ‘Pole’
- Bunter / Bloßhaxata / Bloßhapata / Buschtschusch
/ Zulukaffa= ‘Schwarzafrikaner’
- Kamötreiwa (Kameltreiber) = ‘aus dem arabischen Raum stammende
Person’
- Piefke
= ‘(Nord-)Deutscher’
Phrasen
- Gusch, sunst boschts! = ‘Sei ruhig, sonst muss ich dir eine
verpassen!’ (Androhung von körperlicher Gewalt)
- Du rüttlst am Watschnbaam! (Watschn = ‘Ohrfeige’) = ‘Pass
auf was du machst/sagst!’ (wörtlich: ‘Du rüttelst am Ohrfeigenbaum!’)
- Wüst an Tschuck aufs Aug? / Wüst an Tschuck aufs Guck? (Guck
= ‘Auge’) = ‘Soll ich dir ein Veilchen verpassen?’ (Androhung von körperlicher
Gewalt)
- Homs da ins Hian gschissn? =
rhetorische Frage, mit der die geistige Intaktheit des Gegenübers
angezweifelt wird
- Dia homs ins Hian gschissn und ned owelossn. = ‘Du bist ein
Vollidiot.’
- Drah di ham. (Bring dich selbst um.) = ‘Du sollst weggehen.’
- Heast Gschissena! = ‘Pass auf, du Idiot!’
- Wüst ned a wengal scheissn geh? = ‘Lass mich in Ruhe!’ (wörtlicher:
‘Hast du denn nichts besseres zu tun?’)
- (Bist) depat? = ‘Stimmt was nicht?’, ‘Geht es dir nicht gut?’
(Diese Phrase wird meist nach einer Tat eines anderen gesagt, die einem
missfällt)
- Leck di Tant in Oasch! = wichtig dabei die Mimik, entweder
Erstaunen oder sehr starke negative Motivation
- Gell? (auch göö?) = ‘Nicht wahr?’ (ähnlich dem Kanadischen
‘eh?’)
- Hauts die Wadln fire = ‘Los!, Vorwärts!’ (wörtlich: ‘treibt die
Unterbeine vor’)
- Hau di üba d’ Heisa! = ‘Verschwinde!’ (wörtlich: ‘Wirf dich über
die Häuser’)
- Blos ma’n Bock auf = ‘Lass mich in Ruhe’ (wörtlich: ‘Blas mir den
Schuh auf’)
- Red’s in a Sackl und stö’s vor die Tia = ‘Das interessiert mich
nicht’ (wörtlich: ‘Sprich es in ein Sackerl und stelle es vor die Türe’)
- Wos liegt des pikt = ‘Was liegt, das bleibt fest’ (beim Karten-
oder Schachspielen gehört)
- Na no na net = ‘Das hätte ich nie gewusst!’ (sarkastisch)
Höflichkeitsformeln
Im Wienerischen finden sich etliche Ausdrücke, die noch das Unterwürfige aus
der k.u.k.-Zeit
aufzeigen (auch bekannt als Schönbrunner Deutsch oder Kaiserdeutsch).
- g’schamsta Dina = ‘gehorsamster Diener’
- Küss d’ Hand! = ‘Küss die Hand!’
- gn’ä Frau = ‘gnädige Frau’
- D’ Ehre! = Kurzform von ‘(Ich) habe die Ehre!’
Typische Wiener Maßeinheiten, Weg- und
Richtungsangaben
- da ua Meta (ein beträchtlicher Meter) = ‘eine große (meist zu
gehende) Distanz’
- a brada Weg (ein breiter Weg) = ‘ein weiter Weg’
- a bissl = ‘ein bisschen’. Wird gern beim Schimpfen für ’sehr viel’
gebraucht: a bissl schwanger, a bissl deppad
- halbert (auch hoibert) = ‘halb, halbwegs, fast’ (z.B. des
woa a hoiberte Gschicht, ‘das war fast eine ganze Geschichte’, oder Ist
er arbeitsfähig? Ja, so halbert.)
- um Heisa daneben (um Häuser daneben) = ‘weit gefehlt’
- und wenn’s
Graz kost’ = um jeden Preis
- net um a Gschloss = nicht um die Burg
- ums Oaschleckn ned = etwas knapp verpasst/nicht geschafft haben
- a Botzn Auto = ‘ein großes Auto’
- viere = ‘nach vorn’ (z. B.: Geh viere. = ‘Geh nach vorn.’)
- viera = ‘(her)vor’ (z. B.: Kum viera. = ‘Komm hervor.’)
- zruck = ‘zurück’
- umme = ‘hinüber’ (ummegehn = ‘hinübergehen’)
- umma = ‘herüber’
- eine = ‘hinein’
- eina = ‘herein’
- ausse = ‘hinaus’
- aussa = ‘heraus’
- obe = ‘hinunter’
- oba = ‘herunter’
- aufe = ‘hinauf’
- aufa = ‘herauf’
- ummadum = ‘umher’ (ummadum gehn = ‘umher gehen’)
- Kilo = bei Geldbeträgen und Geschwindigkeitsangaben wird Kilo
im Wienerischen – entgegen der Erwartung – nicht für ‘tausend’, sondern für
‘hundert’ verwendet. Dies begründet sich durch das in Österreich gebräuchliche
“Dekagramm”
(1 dag = 10 Gramm), von dem 100 Einheiten ein Kilo (1000 Gramm) ergeben.
Zwaa Kilo entsprechen also z. B. 200 Euro oder 200 km/h, nicht 2.000!
- Fleckal = früher bei Geldbeträgen in Schilling, ein Fleck =
1.000-Schilling-Schein
- Krügel = 0,5 Liter Bier vom Fass
- Seidel (oft falsch Seiterl geschrieben) = 0,3 Liter Bier vom
Fass (vom italienischen Sitella, einem mittelalterlichen urnenförmigen Gefäß
für Wein)
- Pfiff = 0,176 Liter Bier vom Fass (manchmal fälschlich auch 0,2
Liter oder 0,1 Liter)
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