TFT-Schirm flimmert?!

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An und für sich können TFT-Schirme nicht flimmern. Zumindest nicht im eigentlichen Sinn. Mein LG Flatron L1919S hat dies aber getan? Zumindest immer dann, wenn mein Notebook kurzzeitig mehr CPU-Auslastung produziert hat. Des Rätsels Lösung: Das Netzteil des Notebooks war am selben Verteilerstecker wie der Bildschirm, und jedes mal wenn das Notebook mehr Leistung gebraucht hat, ist ein kurzer Flimmerer durchs Bild:

Also: Notebook und TFT-Schirm wenn Möglich nicht an die selbe Verteilerleiste hängen! So einfach kanns sein…

Ein kleines Rätsel

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5. Es ist größer als Gott

4. Es ist böser als der Teufel

3. Arme Leute haben es

2. Reiche Leute können es nicht kriegen

1. Wenn man es isst, stirbt man

Was ist es? Lösungen bitte als Kommentar!

Deutsch – Österreichisch

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Interjektionen

  • Öha! = ‘Hoppala!’
  • Kruzzitiakn! (Kuruzen und Türken) = ‘Verdammt!’
  • Kruzzifix noamoi! = ‘Verdammt nochmal!’
  • Himml Oasch und Zwirn! = ‘Verdammt nochmal!’
  • Na Oida! (Na Alter!) = Ausdruck des Erstaunens, der Erbostheit bzw.
    der Ungläubigkeit
  • Jessasmarantjosef! = ‘Jesus, Maria und Josef!’ (erschrockener
    Ausruf)
  • I hau mi’ oh! = ‘Ich lach mich tot!’ (Ausdruck der Belustigung oder
    der Verwunderung)
  • Bist du deppat! = zu deutsch etwa ‘Bist du blöd’ (Ausdruck des
    Erstaunens)


Appelle

  • Heast, Oida! = ‘Hörst du, Alter!’ (meist vor Satzbeginn als Anrede,
    nicht sehr höflich)
  • Heast, Deppata! = ‘Hörst du, Dummkopf!’ (in genervter Form, also
    noch unhöflicher)
  • Zah’ au(n)! = ‘Beeile dich gefälligst!’
  • Lass’ mi aug’lahnt! (Lass mich angelehnt!) = ‘Lass mich in Ruhe!’
  • Lass’ mi in Kraut! = ‘Lass mich in Ruhe!’
  • Rutsch ma’n Buggl owe! = ‘Lass mich in Ruhe, deine Anliegen
    interessieren mich nicht!’
  • Mochts wos woits! = ‘Macht das was ihr wollt. Ich hab sowieso
    nichts zu sagen!’
  • Reiß di zam! = ‘Nimm dich zusammen!’
  • Servus = ‘Hallo bzw. Tschüss’ (auch als Interjektion des
    Erstaunens, Na Servus!)

‘Sei still! / Halt den Mund!’

  • Kusch! bzw. Gusch!
  • Sei staad!
  • Hoit di Pappn!
  • Hoit’s Mäu! (Halte das Maul!)
  • Hoit den Schlapfen!
  • Hoit de Goschn!

Aus der Arbeitswelt

  • Postla = ‘Postbote’
  • Taxla = ‘Taxifahrer’
  • Kiwara (Kiberer),
    Kiwarei
    , auch: die He = ‘Polizist(en), (Kriminal-)Polizei’
  • Pompfüneberer = Bestatter, von frz. pompes funèbres
  • Postn = ‘Anstellung, Posten’, meist im Verwaltungsbereich
    (Anstellung als Beamter)
  • Hockn = ‘Anstellung’, meist in Handwerksbetrieben; a Muadshockn
    (eine Mordsarbeit) = ‘viel Arbeit’
  • hocknstaad = ‘arbeitslos’
  • Pfoff, Pfaffn = ‘Pfarrer (Einzahl)/ Pfarrer (Mehrzahl’
  • Pfoa = ‘Gemeinde, Pfarre, Pfarrei’
  • Funknschuasta (Funkenschuster) = ‘Elektriker’
  • Pappnschlossa = ‘Zahnarzt’
  • Pfostnwixa = Zimmermann
  • Leimbeidl = Tischler
  • Pfostn = Ungeschulte Hilfsarbeitskraft
  • Greissla = Gemischtwarenhändler (Tante-Emma-Laden)

Aus dem “Milieu”

  • Peitscherlbua (Peitschenbub), = ‘Zuhälter’
  • Asfoitschwoibn (Asfaltschwalbe) = ‘Prostituierte’
  • Proderhua (Praterhure) = ‘besonders billige Prostituierte’
  • Giftler = ‘Drogensüchtiger’
  • Jaukerl = ‘Spritze’
  • Haschn = ‘Marihuana konsumieren’
  • Haatzn = ‘Marihuana rauchen’
  • Häfn = ‘Gefängnis’
  • Schmoiz (Schmalz) = ‘Haftstrafe’
  • Durt wochsn de
    Feidln so
    laung ausn Bodn.
    (Dort wachsen die Messer so lang aus dem Boden. [mit
    entsprechender Gestikulierung]) = ‘eine unsichere Gegend’

Aus dem Alltag

  • Bahöl / Bahöö = ‘Aufruhr, Wirbel’
  • Glei’ spüt’s Granada! (Gleich spielt es Granada!) =
    ‘Ankündigung/Androhung eines Bahöls’ (Mit “Granada” ist wohl das bekannte,
    temporeiche Lied des mexikanischen Komponisten

    Agustin Lara
    gemeint.)
  • Ramassuri oder Remassuri = ‘Durcheinander’ (z.B.:
    Ramassuri? Ramazamma!
    [Ramazamma = 'räumen wir zusammen'])
  • Gschnas = ‘Faschingsfeier’, ‘Maskenfest’
  • Eiskostn (Eiskasten) = ‘Kühlschrank’
  • Semmerl, Weckerl = ‘kleines Brötchen’
  • Guakal = ‘Essiggurken’
  • Leberkas = ‘Fleischkäse’
  • Eierschwammerl = ‘Pfifferling’
  • Sackerl = ‘Tüte, Kunststofftragtasche’
  • Kiddl = ‘Rock (das Bekleidungsstück), Arbeitsmantel, Kittel’
  • Tschäsn, Gschäsn = ‘Auto’
  • Schissl = ‘Auto (Auto, sc. Schüssel, fahrbarer Untersatz)’
  • Kraksn = ‘nicht mehr gut funktionierendes elektrisches Gerät,
    vorzugsweise Auto’
  • an Potschn hom = ‘einen platten Reifen haben’, auch: ‘blöd sein’
  • hinich auf de Schleich = ‘gehbehindert, wörtl.: kaputte
    Reifen/Schläuche haben’
  • Potschnkino = ‘Pantoffelkino’ (Fernseher zu Hause)
  • Potschn = ‘Schlapfen, Pantoffel’
  • Gschroppn = ‘Kinder’ (scherz-/boshaft)
  • Gretzn (Krätze) = neben ‘Hautausschlag’ vor allem ‘ungezogenes,
    auch vorlautes Kind’, im übertragenen Sinne auch für ein altes, geiferndes
    Weib oder eine Person die als solches dargestellt werden soll
  • Tschopperl = verniedlichend für ‘hilfsbedürftige Person’, auch:
    ‘kleines Kind’
  • Spezi = ‘Freund, Kumpel’, auch ‘Cola mit Fanta gemischt’
  • Spazi = liebevoll für ‘Freund(in)’
  • de zwa hom a pantscherl = ‘die zwei haben ein verhältnis’
  • Weh = ‘Verlierer’ (Na wos sois, er is hoid a Weh.)
  • Lulu (m.) = ‘Weichling’
  • Tachinierer = ‘Minderleister’
  • Bsoffener = ’stark Betrunkener’
  • Bsuff = ‘Alkoholiker’, im Bsuff = ‘im Rausch’
  • Hamur = ‘Humor’
  • Lamua’hatscha = ‘langsame Schnulze’, von frz. ‘l’amour’
  • Menasch = von zu Hause mitgenommene Speisen, meist für die
    Mittagspause gedacht, von frz. menage ‘Haushalt’
  • do föhts (da fäults) = ‘da stinkt es’
  • Leiberl = ‘T-Shirt’
  • Laberl = ‘Laibchen’
  • Peckerl = ‘Tattoo’
  • Woama = ‘Homosexueller’
  • Obi gspritzt = ‘Apfelsaft mit Mineralwasser verdünnt’
  • Prolotoaster = ‘Solarium’
  • Wastl = ‘unschöner, übergewichtiger Hund’
  • Blada = ‘übergewichtiger Mensch (wtl.: geblähter)’
  • Hatscher = ‘weiter, mühevoller Weg’
  • Gscheada = ‘ländlicher Mensch’
  • Tschusch = ‘Ausländer, insbes. aus dem Balkan [abwertend]‘
  • Fotz’nhobel = ‘Mundharmonika’
  • Viech = ‘Tier, Wanze’
  • Tschick, Spee, Spau = ‘Zigarette (Spau von
    Span)’
  • Schnorrst ma a(n) Tschick? = ‘Bekomme ich eine Zigarette von dir?’
  • Loss an Tschick umewoxn! = ‘Reich mir eine Zigarette herüber (lass
    … herüberwachsen)’

Aus dem scherzhaften Diskurs

  • Aanserpanier (Einserpanier) = ‘Sonntagsbekleidung’
  • Wuchtldrucker oder Gschichtldrucker = ‘Lügner’ (Druckst
    ma jetzt a Wuchtel?
    )
  • Schittst mi jetzt (mi’n Tee) au? = ‘Lügst du mich jetzt an?’
  • a Eitrige mid an Bugl und a Sechzehna Blech / a Eitrige mid an
    Bugl und ana Sechzehna Hüsn
    = ‘Käsekrainer
    mit einem Brotscherzerl und einem

    Ottakringer
    Dosenbier (Blech, Hüsn)’ – Ottakring ist der 16. Wiener
    Gemeindebezirk
  • Dosnsemml oder Blechsemml oder Blechwekal = ‘Dosenbier’
  • Schmähtandler = ‘Scherzkeks’
  • Marmeladinger oder Piefke = ‘(Nord-)Deutscher’
  • Gfüder (Gefüllter) = ‘Korpulenter’
  • Gstopfter = ‘Mann mit viel Geld’
  • Maxi (auch Maxerl) = ‘kleines Männlein’, oft ‘Spielstein’
  • Proda = eigentlich ‘Prater
    (große Grünfläche mit Vergnügungspark am Rande Wiens), auch Ausdruck für
    ‘protzige Armband- oder Taschenuhr’
  • Pflostahirschn = scherzhaft für ‘Pferd’, auch für ‘die soziale
    Oberschicht’ bzw. ‘Bewohner der inneren Bezirke Wiens’
  • Moch a Säun, hau di in de Pania und fliag o! = ‘Steh auf, zieh
    deine Klamotten an und geh weg!’
  • Schinakel = ‘kleines Boot’, deshalb auch witzig ‘riesengroßer
    Schuh’

Eigenschaften und Befindlichkeiten

  • leiwand = ’super, cool, gut’ (z. B. des Festl woa leiwand =
    ‘das Fest war super’)
  • (na) frank = ‘ehrlich’, bestätigende und zusätzlich Nachdruck
    verleihende Phrase
  • deppert / augschitt (angeschüttet) = ‘dumm’
  • schaasaugad = ‘teilweise sehbehindert’
  • patschert = ‘tollpatschig’
  • Grant = negative Befindlichkeit, Gefühl des Ärgers/Zorns
  • schmähstad = so verblüfft, dass man keinen

    Schmäh
    als Antwort findet
  • gsacklt / gschoint (in Schale) = ‘gut angezogen’
  • blad (gebläht) / gfüht (gefüllt) = ‘fett, dick’
  • dulli = ‘vortrefflich, sehr schön’

‘(völlig) betrunken sein’

  • an Offn hom (einen Affen haben)
  • bummzua (vollkommen zu)
  • b’soffen wia r a Heisltschick (angesoffen wie ein Zigarettenstummel
    im Urinal)
  • bladlwach (weich/biegsam wie ein Blatt)
  • blunznfett (fett wie eine Blutwurst)
  • im Öö sei (im Öl sein)
  • an Fetzn hom (einen Fetzen haben)
  • hockndicht (vollkommen besoffen)
  • fett wia a radiara (ziemlich betrunken)
  • a (Damen-)spitzal haum (leicht betrunken sein)

Tätigkeiten

  • motschkern = ‘meckern’
  • sudern = ‘jammern’
  • ratschn, trotschn = ‘reden, schnattern, tratschen’
  • hatschn = ‘gehen, schlendern’
  • stampern = ‘wegjagen’
  • rean, wana, blazn = ‘weinen’
  • hutschn = ’schaukeln’ (Kinder wiegen)
  • auzahn = ’sich beeilen’
  • owezahn = ‘faul sein’
  • owehaun = ‘betrügen (in der Partnerschaft)’
  • tachinieren = bei der Arbeit so wenig arbeiten wie möglich,
    faulenzen
  • vasetzn = ‘versteigern, ins Pfandleihhaus bringen’, auch: ‘jemanden
    versetzen’
  • aufmascherln = ‘aufdonnern’
  • daunehaun = ‘wegwerfen’
  • an Friedhofsjodla mochn = ‘husten’
  • bäule gehn = ‘abhauen, verschwinden’
  • oohaun (abhauen) = ‘lachen’
  • kräuhn (kriechen) = ‘gehen’
  • zuwekräuhn = ‘hergehen’, auch: jmd. zuwekräuhn = ’sich an
    jmd. ranschmeißen/anbaggern’
  • a scheene Leich mochn = ‘ein schönes Begräbnis ausrichten’
  • an Boizn drahn (einen Bolzen drehen) = ‘einen Fehler machen’
  • fladern = ’stehlen’
  • budan (pudern), schnacksln, fegln (vögeln), pimpan
    = ‘Geschlechtsverkehr durchführen’
  • sich fetzn = ’sich prügeln’
  • sich obhaun (abhauen) = ‘hemmungslos lachen’

’sterben’

Aufgrund der sehr langen “morbiden” Geschichte Wiens, und einer Einstellung
wie “der Tod gehört zum Leben” gibt es sehr viele – z.T. makabere und fast
humorvolle – Namen für das Sterben/den Tod

  • n Holzpyjama auziagn = den Holzpyjama anziehen
  • ohgrotzn (abkratzen)
  • ohbangln
  • a Bangl reissn
  • ohküühn (abkühlen)
  • mim oder auch mid´n 71er foahn (die

    Straßenbahnlinie
    71 fährt zum

    Wiener Zentralfriedhof
    ) – beide Varianten sind möglich, wobei letztere
    eher gebräuchlich ist.
  • in Leffl ohgebn (den Löffel abgeben)
  • si d’ Schleifn gebn
  • de Potschn streckn
  • maukas gehn
  • aushuastn (aushusten)
  • si di Eadöpfen von unt auschaun (sich die Kartoffel von unten
    anschauen)
  • an Abgaung mochn (einen Abgang machen)
  • schaun, ob da Deckl passt
  • si söwa die zwa Meta tiafa bringa (Selbstmord begehen)
  • hamdrahn – umbringen (von “heimdrehen” – sich ins Bett legen und
    sich nach Hause – also zum Tod – drehen)

Invektiven

  • Gscherter = ‘einer vom Land’, was für einen Wiener alle
    Österreicher außer sie selbst sind (jedoch in der Provinz das Gegenteil
    bedeutend, damit werden die Wiener gemeint) (wörtlich:
    ‘Gescherter/Geschorener’, also ‘Kurzhaariger’ – Leibeigene durften das Haar
    nur kurz geschoren tragen)
  • Fetznschädl = ‘Idiot (Lumpenkopf)’
  • Fetzenbankert = Puppe aus Lumpen, aber auch ‘liederliche Person’
  • Bankert = ‘uneheliches Kind’
  • Baungad (Bankert)
    = ’schlimmes Kind’ (“De Baungad mochn heit wida an Krawöö ois wia!” = ‘Die
    Kinder sind heute wieder laut’)
  • Fallot = ‘Gauner, Betrüger’
  • Bü(l)cher (von Pilger) = ‘Gauner’
  • Owezahrer = ‘Nichtstuer, Schlechtmacher, Spielverderber’
  • Sandler = ‘Obdachloser, fauler Mensch’
  • Trutschn = ‘hochmütige Frau’
  • Schaßtromml = ‘unsympathische Person’ (meist auf eine Frau bezogen)
  • Oaschgeign = ‘unsympathische Person’ (meist auf einen Mann bezogen)
  • Ungustl = ‘widerlicher Typ’
  • Dillo = ‘unintelligenter Mensch’
  • Koffa (auch Vollkoffa usw.) = ‘Idiot’
  • Dodel = ‘Idiot’
  • Gurkn = ‘Idiot’
  • Ei = ‘Idiot’
  • Deppata = ‘Idiot’ (wie ‘Koffa’, usw., aber mit schmipfhafterem
    Charakter)
  • Hiafla = ‘ungeschickter und/oder dummer Mensch (von: Huftier,
    Ochs)’
  • Trampel = ‘unbegabtes Weib’ (also wie ‘Trottel’, aber weiblich)
  • Fut = ‘Vagina, eig. Vulva’ (höchst vulgär)
  • Grantscheam = ’schlecht gelaunte Person’
  • Dünngsöchter = ‘dumme Person (zu kurz geselcht)’
  • Blitzgneisser = ‘jemand, der schnell versteht’ (immer ironisch
    gemeint!)
  • Nudlaug = ‘Person mit schwächerem Augenlicht’, auch ‘Idiot’
    (besonders derb, da aus der Sexualmetaphorik)
  • Frotz = ‘ungezogenes Kind’, oft auch ‘Tussi, promiskes Fräulein’
  • Gfries / Wisasch (visage) = ‘Gesicht’
    (bösartig)
  • Einedrahra = Angeber, Wichtigtuer – eine = ‘hinein’,
    Drahra
    = ‘Dreher’, also jemanden um den Finger wickeln
  • Beidl = ‘Schimpfwort für einen Mann’ (Von ‘Beutel’ – meint die
    äußeren männlichen Geschlechtsorgane. Das d wird sehr schwach betont.)


Ethnophaulismen


  • Tschusch
    = ‘Gastarbeiter’ (insbesondere Osteuropa und Balkan)
  • Kimmltiak (Kümmeltürke)
    = ‘aus der Türkei stammende Person’
  • Kanak (Kanake
    (Schimpfwort)
    |Kanake) = ‘Ausländer’ (bevorzugt für Menschen aus der
    Türkei)
  • Kinesara = ‘Chinese’
  • Itaka = ‘Italiener’
  • Polack = ‘Pole’
  • Bunter / Bloßhaxata / Bloßhapata / Buschtschusch
    / Zulukaffa= ‘Schwarzafrikaner’
  • Kamötreiwa (Kameltreiber) = ‘aus dem arabischen Raum stammende
    Person’
  • Piefke
    = ‘(Nord-)Deutscher’

Phrasen

  • Gusch, sunst boschts! = ‘Sei ruhig, sonst muss ich dir eine
    verpassen!’ (Androhung von körperlicher Gewalt)
  • Du rüttlst am Watschnbaam! (Watschn = ‘Ohrfeige’) = ‘Pass
    auf was du machst/sagst!’ (wörtlich: ‘Du rüttelst am Ohrfeigenbaum!’)
  • Wüst an Tschuck aufs Aug? / Wüst an Tschuck aufs Guck? (Guck
    = ‘Auge’) = ‘Soll ich dir ein Veilchen verpassen?’ (Androhung von körperlicher
    Gewalt)
  • Homs da ins Hian gschissn? =

    rhetorische Frage
    , mit der die geistige Intaktheit des Gegenübers
    angezweifelt wird
  • Dia homs ins Hian gschissn und ned owelossn. = ‘Du bist ein
    Vollidiot.’
  • Drah di ham. (Bring dich selbst um.) = ‘Du sollst weggehen.’
  • Heast Gschissena! = ‘Pass auf, du Idiot!’
  • Wüst ned a wengal scheissn geh? = ‘Lass mich in Ruhe!’ (wörtlicher:
    ‘Hast du denn nichts besseres zu tun?’)
  • (Bist) depat? = ‘Stimmt was nicht?’, ‘Geht es dir nicht gut?’
    (Diese Phrase wird meist nach einer Tat eines anderen gesagt, die einem
    missfällt)
  • Leck di Tant in Oasch! = wichtig dabei die Mimik, entweder
    Erstaunen oder sehr starke negative Motivation
  • Gell? (auch göö?) = ‘Nicht wahr?’ (ähnlich dem Kanadischen
    ‘eh?’)
  • Hauts die Wadln fire = ‘Los!, Vorwärts!’ (wörtlich: ‘treibt die
    Unterbeine vor’)
  • Hau di üba d’ Heisa! = ‘Verschwinde!’ (wörtlich: ‘Wirf dich über
    die Häuser’)
  • Blos ma’n Bock auf = ‘Lass mich in Ruhe’ (wörtlich: ‘Blas mir den
    Schuh auf’)
  • Red’s in a Sackl und stö’s vor die Tia = ‘Das interessiert mich
    nicht’ (wörtlich: ‘Sprich es in ein Sackerl und stelle es vor die Türe’)
  • Wos liegt des pikt = ‘Was liegt, das bleibt fest’ (beim Karten-
    oder Schachspielen gehört)
  • Na no na net = ‘Das hätte ich nie gewusst!’ (sarkastisch)

Höflichkeitsformeln

Im Wienerischen finden sich etliche Ausdrücke, die noch das Unterwürfige aus
der k.u.k.-Zeit
aufzeigen (auch bekannt als Schönbrunner Deutsch oder Kaiserdeutsch).

  • g’schamsta Dina = ‘gehorsamster Diener’
  • Küss d’ Hand! = ‘Küss die Hand!’
  • gn’ä Frau = ‘gnädige Frau’
  • D’ Ehre! = Kurzform von ‘(Ich) habe die Ehre!’

Typische Wiener Maßeinheiten, Weg- und
Richtungsangaben

  • da ua Meta (ein beträchtlicher Meter) = ‘eine große (meist zu
    gehende) Distanz’
  • a brada Weg (ein breiter Weg) = ‘ein weiter Weg’
  • a bissl = ‘ein bisschen’. Wird gern beim Schimpfen für ’sehr viel’
    gebraucht: a bissl schwanger, a bissl deppad
  • halbert (auch hoibert) = ‘halb, halbwegs, fast’ (z.B. des
    woa a hoiberte Gschicht
    , ‘das war fast eine ganze Geschichte’, oder Ist
    er arbeitsfähig?
    Ja, so halbert.)
  • um Heisa daneben (um Häuser daneben) = ‘weit gefehlt’
  • und wenn’s
    Graz
    kost’
    = um jeden Preis
  • net um a Gschloss = nicht um die Burg
  • ums Oaschleckn ned = etwas knapp verpasst/nicht geschafft haben
  • a Botzn Auto = ‘ein großes Auto’
  • viere = ‘nach vorn’ (z. B.: Geh viere. = ‘Geh nach vorn.’)
  • viera = ‘(her)vor’ (z. B.: Kum viera. = ‘Komm hervor.’)
  • zruck = ‘zurück’
  • umme = ‘hinüber’ (ummegehn = ‘hinübergehen’)
  • umma = ‘herüber’
  • eine = ‘hinein’
  • eina = ‘herein’
  • ausse = ‘hinaus’
  • aussa = ‘heraus’
  • obe = ‘hinunter’
  • oba = ‘herunter’
  • aufe = ‘hinauf’
  • aufa = ‘herauf’
  • ummadum = ‘umher’ (ummadum gehn = ‘umher gehen’)
  • Kilo = bei Geldbeträgen und Geschwindigkeitsangaben wird Kilo
    im Wienerischen – entgegen der Erwartung – nicht für ‘tausend’, sondern für
    ‘hundert’ verwendet. Dies begründet sich durch das in Österreich gebräuchliche
    Dekagramm
    (1 dag = 10 Gramm), von dem 100 Einheiten ein Kilo (1000 Gramm) ergeben.
    Zwaa Kilo
    entsprechen also z. B. 200 Euro oder 200 km/h, nicht 2.000!
  • Fleckal = früher bei Geldbeträgen in Schilling, ein Fleck =
    1.000-Schilling-Schein
  • Krügel = 0,5 Liter Bier vom Fass
  • Seidel (oft falsch Seiterl geschrieben) = 0,3 Liter Bier vom
    Fass (vom italienischen Sitella, einem mittelalterlichen urnenförmigen Gefäß
    für Wein)
  • Pfiff = 0,176 Liter Bier vom Fass (manchmal fälschlich auch 0,2
    Liter oder 0,1 Liter)
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